Technische Daten

Technische Daten und sonstiges über das SM-Boot „Überherrn“

Werft : Abeking & Rasmussen Bremen/Lemwerder

Indienststellung : 1989 beim 5. Minensuchgeschwader in Olpenitz,
Hamelnklasse 343 als Ersatz für Klasse 340/341
Wasserverdrängung : 590 ts
Länge : 54,4 m
Breite : 9,2 m
Geschwindigkeit : 18 kn (Die Heizer könnten schneller!)
Antrieb : 2 x MTU 4480 PS
Stromversorgung : 3 x KHD
Tiefgang (vor Umrüstung mit Minenmeidesonar) : 2,5 m
Besatzung : 37
Bewaffnung : 2 Geschütze Bofors 40 mm, 2 Stinger, Minenlegekapazität
Einsatz für mechanische, akustische und magnetische Minensuche
1992/1993 Umrüstung auf Minenmeidesonar (Klasse343 A)

Schwesterboote :

M 1090 „Pegnitz“
M 1091 „Kulmbach“
M 1092 „Hameln“
M 1093 „Auerbach“
M 1094 „Ensdorf“
M 1096 „Passau“
M 1097 „Laboe“
M 1098 „Siegburg“
M 1099 „Herten“

Nach der Umrüstung:

Minenjagdboot KULMBACH-Klasse (MJ 333)

Im Zeitraum von 1999 bis 2001 wurden fünf schnelle Minensuchboote der HAMELN-Klasse (SM 343) zum Minenjagdboot der KULMBACH-Klasse (MJ 333) umgebaut. Der als Einheitsplattform entwickelte Schiffskörper der Minensuch- und Minenjagdboote wurde nur geringfügig modifiziert und der neuen Aufgabe und Ausrüstung angepasst.

Jedoch wurde die Vorgehensweise zur Bekämpfung von Minen vollends verändert. Nicht mehr das Zündsystem der Mine ist von Bedeutung, sondern die Form und Ortbarkeit des Minenbehälters ist jetzt die bestimmende Größe.

Wie die FRANKENTHAL-Klasse verfügt das neue Minenjagdboot der KULMBACH-Klasse (MJ 333) über eine Unterwasserortungsanlage (Sonar), die minenähnliche Objekte ortet und durch den Einsatz einer neuartigen und sehr kompakten Minenjagddrohne, SEEFUCHS genannt, identifiziert.

Der SEEFUCHS fährt weitgehend automatisch zur Mine und verfügt über ein Nahbereichssonar sowie eine eingebaute Videokamera, mit denen sich das minenähnliche Objekt genau identifizieren lässt. Die Einwegsdrohne SEEFUCHS besitzt eine eingebaute Sprengladung, durch diese die Mine bekämpft wird. So können Minen aller Bauarten und Zündmechanismen wirksam bekämpft werden.

Neben der Minenjagd sind die Einheiten auch befähigt, eine größere Anzahl von Minen zu legen und können durch ihre Lagedarstellungs- und Ortungsmittel gut in den Gesamtverbund der Flotte eingebunden werden. Die Boote gehören der Einsatzflottille 1 an. Sie sind in Kiel stationiert.

Technische Daten

  • Maße (Länge /Breite /Tiefgang): 54,4 m / 9,2 m / 2,5
  • Einsatzverdrängung : 635 t
  • Geschwindigkeit: ca. 18 kn

Antriebsanlage

  • Leistung: 4.480 kW (6.092 PS)

Bewaffnung

  • 2x 40 mm Bofors Flak
  • 2x Fliegerfaust 2 „Stinger“
  • Minenjagddrohne „Seefuchs“
  • nach Umbau 27 mm Geschütze

Ausrüstung

  • Navigationsradar
  • GPS-Navstar
  • Digitaler Navigationsdatenverteiler
  • PALIS Lagedarstellung- und Übertragungssystem
  • M 20/2 Feuerleitanlage

Besatzung

  • 37

Einheiten, Geschwader und Standorte

Name Geschwader Heimathafen
M 1091 KULMBACH 3. Minensuchgeschwader Kiel
M 1095 ÜBERHERRN 3. Minensuchgeschwader Kiel
M 1096 PASSAU 3. Minensuchgeschwader Kiel
M 1097 LABOE 3. Minensuchgeschwader Kiel
M 1099 HERTEN 3. Minensuchgeschwader Kiel

(Quelle: http://www.marine.de )